Geschichten

selbst ausgedacht und Fanfictions


Hier meine Liebesgeschichte:

 

  1. Kapitel

 

Lucinda stand vor dem großem weißem offenem Tor. Das war also ihre neue Schule. Ihre Eltern waren oft unterwegs da sie viel arbeiteten, deshalb hatten sie sich entschlossen Lucinda auf ein Internat zu schicken. Doch es war kein gewöhnliches Internat, wie wir es kennen. Sondern ein Internat für Magier und Drachenkämpfer. Es gab zwar auch gewöhnliche Fächer wie Mathematik, Naturwissenschaften und Deutsch, doch hauptsächlich wurde Magie, Schwertkampf, Bogenschießen und so etwas unterrichtet. Lucinda war ein besonderes Mädchen. Sie ist das einzige Mädchen seid einem Jahrtausend (Ja diese Schule existiert schon seid 1000 Jahren), Das sich für Bogenschießen und Schwertkampf eingetragen hat. Natürlich hatte sie auch noch andere Fächer, doch schon seid 12 Jahren hält sie ein Schwert und einen Bogen in der Hand.

Die anderen Mädchen in ihrem Jahrgang hatten Fächer wie Kochen, Stricken und Nähen. Lucinda konnte jedoch nicht sehr gut mit Nadel und Faden umgehen.

'Soll ich dieses Internat nun betreten oder laufe ich einfach davon?', fragte sie sich. Sie fasste all ihrem Mut zusammen und trat durch das goldene Tor. Vorsichtig klopfte sie an die große, schwere Eichentür. Knarzend öffnete sie sich wie durch Geisterhand und Lucinda trat in eine große geschmückte Halle. Am Ende der kunstvollen Halle stand eine Frau und lächelte sie an.

Hallo Lucinda. Schön das du hier her gefunden hast. Das ist die Eingangshalle. Hast du dir sicher schon gedacht, nicht war?“ Lucinda nickte. Ihr gefiel die Direktorin. Oder war sie es überhaupt?

Ich bin Frau Degon, die Direktorin. Gleichzeitig bin ich auch Kunst- und Musiklehrerin. Ich werde dich erst einmal auf dein Zimmer bringen. Du teilst dein Zimmer mit Luke Frechou. Bei uns sind auf dem Zimmer jeweils ein Junge und ein Mädchen. Du magst uns ja vielleicht für verrückt halten. Doch zwei Mädchen oder zwei Jungen würden zu viel Chaos stiften.“ „Ja, das kann ich mir gut vorstellen! Gut dann zeigen Sie mir mal mein Zimmer“, sagte Lucinda glücklich und ging hinter Frau Degon her. Sie liefen an vielen verschiedenen Zimmern vorbei. Jedoch war keine Menschenseele war zu sehen. „Die Schüler haben gerade Unterricht. Dann ist hier auf den Gängen nicht so viel los. So hier sind die Kunsträume und dort hinten rechts die Musik und Nähräume. Doch dort wirst du dich ja wahrscheinlich nicht so oft hin begeben. Ich habe gehört das du seid zwölf Jahren Schwert und Bogen bei dir trägst. Wie alt bist du denn jetzt?“ Lucinda lachte und sagte: „Ich bin 15 Jahre alt. Und ja ich trage schon so lange Schwert und Bogen. Als Kind habe ich bei meinen Großeltern gewohnt. Doch dann ist Großvater vor zwei Jahren gestorben und Oma ist auch nicht mehr die Jüngste. Deshalb haben meine Eltern mich an diesem Internat angemeldet und Oma ist jetzt im Altersheim. Aber warum sie mich ausgerechnet hier her schickten weiß ich nicht.“ Frau Degon runzelte die Stirn, sagte aber nichts. „Komm weiter. Dort draußen sind die Sportplätze. Dahinter die Schwertkampfarena und die Bogenschießarena.“ Durch riesige Glasfenster konnte Lucinda die Arenen erkennen. Davor erstreckte sich eine große Wiese bis zum Waldrand. Auf der Wiese spielten einige Jungen und Mädchen Basketball. Ein Mann im orangefarbenem

T-shirt scheuchte sie übers Feld. „Da ist Herr Polasto, unser Sportlehrer. Komm weiter wir sind gleich da.“ Lucinda bestaunte immer noch die großen bunten Gänge. Jeder war in einer anderen Farbe. Vor einer großen schönen dunkelblauen Tür blieben sie stehen. „So da wären wir. Du gehörst zu die Wasserleuten. Jede blaue Tür gehört zu den Wasserleuten. Dann gibt es auch noch weiße für die Luftleute, rote für die Feuerleute und grüne für die Erdmenschen. Jeden Monat treten die vier Elemente gegen einander an und zeigen ihre Fähigkeiten. Also kämpfe gut für deine Leute. Für das Wasser! So jetzt genug erklärt. Rein mit dir. Hier ist noch dein Stundenplan. Morgen ist dein erster Schultag. Viel Glück!“ Frau Degon schüttelte ihr die Hand und lief zum Ende des Korridors. Lucinda betrachtete die große blaue Tür mit den Wellenlinien. Vorsichtig drückte sie die Klinke runter und öffnete die Tür. Der Raum war ganz in blau gestrichen. Jedoch sah er nicht langweilig aus. Jeder Strich schien eine andere Farbe zu haben. Hinten in der Ecke stand ein großes weißes Bett. „Na toll“, murmelte Lucinda, „ich muss mit einem Jungen in einem Bett schlafen. Ich hoffe nur das dieser Luke Frechou nett ist.“ Seufzend packte sie ihre Sachen in einen unförmigen orangefarbenem Schrank, der sich stark von den anderen Sachen ab hob. Dann schaute sie in die Nebenzimmer. Das eine war ein großes weißes Bad mit Badewanne und Dusche. Das andere war ein Discoraum. Da standen ein Schlagzeug und eine E-Gitarre. Lucinda konnte gut singen und Gitarre spielen. Sie wusste allerdings nicht ob sie die Sachen benutzen durfte, weshalb sie es lieber sein ließ.

Sie schaute auf den Stundenplan den ihr Frau Degon in die Hand gedrückt hatte. Folgendes war zu lesen:

Zeit

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

8:00-8:30

Frühstück

Frühstück

Frühstück

Frühstück

Frühstück

Frühstück

Frühstück

8:45-10:45

Schwertkampf

Kunst

Bogenschießen

Heilkunde

Geschichte

Freizeit

Freizeit

10:45-11:10

Pause

Pause

Pause

Pause

Pause

Survival

Freizeit

11:10-12:40

Musik

Mathematik

Schwertkampf

Bogenschießen

Heilkunde

Survival

Freizeit

12:45-13:30

Mittagessen

Mittagessen

Mittagessen

Mittagessen

Mittagessen

Mittagessen

Mittagessen

13:35-15:00

Magie

Deutsch

Magie

Sprachen

Geografie

Freizeit

Freizeit

 

Freizeit

Freizeit

Freizeit

Freizeit

Freizeit

Freizeit

Freizeit

18:00-19:00

Abendessen

Abendessen

Abendessen

Abendessen

Abendessen

Abendessen

Abendessen

 

Erschöpft legte sie sich auf das Bett. Manni ihr Stoffelefant lag auf ihrem Bauch. Lucindas Blick schweifte im Raum umher. Plötzlich viel er auf ein schwarzes Iphone. Doch es war kaputt. Es hatte einen riesengroßen Sprung in der Mitte und über den ganzen Bildschirm zogen sich Striche. Lucinda nahm es in die Hand und betrachtete es genauer. 'Ja das könnte gehen', dachte sie und machte sich daran das Iphone auseinander zu nehmen. Lucinda konnte gut Dinge reparieren. Vor drei Jahren, zum Beispiel, reparierte sie einen Laptop der eigentlich schon so gut wie 'tot' war. Sie wusste nicht warum, doch irgendwie schaffte sie es immer. Meistens mit Hilfe von Ma... Oh das sollte ich wahrscheinlich erst später erklären. Jedenfalls hatte sie das Iphone gerade wieder zusammen gesetzt als sie Stimmen hörte. Die Tür zum Schlafzimmer ging auf. „... und wisst ihr was voll scheiße ist? Mein Iphone ist mir gestern runter gefallen. Jetzt kann ich es nicht mehr... Wer bist du denn, und was hast du hier zu suchen?“ Lucinda drehte sich erschrocken um. Hinter ihr standen fünf Jungen. Der erste Junge hatte blonde Haare und wunderschöne schokoladenbraune Augen. Als er ihr in die Augen blickte erstarrten beide. Lucinda bestaunte seine schönen Haare und seine gute Körperhaltung. „Hey ihr Turteltäubchen, das nenne ich Liebe auf den ersten Blick!“ Ein großer schlacksiger Junge fuhr mit seiner Hand durch seine Haare und grinste breit. „Mensch Luke du hast jetzt auch endlich eine Zimmerpartnerin“, meinte ein etwas kleinerer Junge. Auch er fuhr sich durch die Haare. Luke konnte endlich den Blick von Lucinda lösen. „Haha, echt witzig. Dann fällt die Party wohl ins Wasser. Tut mir leid Jungs ein anderes Mal vielleicht.“ Lucinda die endlich ihre Stimme wieder gefunden hatte sagte: „Nein, ihr könnt eure Party ruhig feiern. Wenn ich darf würde ich gerne auch mitkommen.“ „Jederzeit Süße“, bemerkte der kleinere Junge. „Darf ich vorstellen: Luke“, er zeige auf den blonden Jungen der Lucinda angestarrt hatte, „Antonio, Kilian, Rouven und ich bin Airon.“ Lucinda schaute sich die fünf Jungen genauer an. Alle sahen freundlich aus. „Gehört ihr alle zu den Wasserleuten?“, fragte Lucinda neugierig. „Nein Airon und Kilian gehören zu den Feuerleuten. Dennoch verstehen wir uns alle richtig gut“, meinte Luke. „Kannst du mir mal das Iphone zeigen?“ , fragte Antonio. „Klar warte... Hey wo ist... Warum hast du mein Iphone in der Hand?“, fragte Luke fordernd. „Äh, ich... ich habe es repariert“, antwortete Lucinda, „es tut mir leid. Ich dachte nur...“ „Du hast es repariert??? Wie hast du das gemacht?“, unterbrach Luke sie. Er schien ganz begeistert. Erleichtert atmete Lucinda auf. „Na ja ich habe es aus einander genommen und...“, dann stockte sie auf ein mal. „Na ist ja auch egal. Vielen, vielen Dank!“ „Hey hört auf mit dem gesülze. Lasst uns jetzt lieber feiern!“ Lucinda schüttelte nur den Kopf. Jungen! „Ich ziehe mich nur mal schnell um!“ rief Lucinda den Jungen hinter her. „Mädchen...“, murmelte Airon und schüttelte den Kopf. Lucinda öffnete den Kleiderschrank und zog ein schwarzes elegantes Abendkleid heraus. Dazu zog sie schwarze High Heels und rote Rubin Ohrringe an. Sie schaute kurz in den Spiegel. „Ja perfekt!“ , murmelte sie vor sich hin. „Du siehst wunderschön aus!“ flüsterte ihr eine Stimme ins Ohr. Erschrocken drehte Lucinda sich um. Hinter ihr stand Luke. Er hatte immer noch seine lässige Jeans und sein weißes Shirt an. Seine Haare hatte er jedoch verändert. Er hatte Geel hinein geschmiert so das sie wild durch einander von Kopf ab standen. „Du siehst auch perfekt aus“, hauchte Lucinda. Ihre Gesichter nährten sich. Lucindas Gedanken wirbelten durch einander. Sein Geruch brachte ihre Sinne aus dem Gleichgewicht. Plötzlich wurden sie auseinander gezogen. „Na, na, na, das könnt ihr vergessen. Geknutscht wird nach der Party“, prustete Airon. Lucinda ärgerte sich über sich selbst. Wie konnte sie nur so schnell in Versuchung geraten? 'Erinnere dich daran was das letzte mal passiert ist!' ,ermahnte sie sich. „Kommt ihr jetzt feiern? Ach übrigens Lucy du bist echt heiß!“, bemerkte Rouven.

 

  1. Kapitel

 

Lucinda rannte hinter Rouven her. Der konnte was erleben! Doch unglücklicher weise stolperte sie über die Türschwelle. Zu ihrer Verwunderung fand sie sich jedoch nicht auf dem Boden wieder sondern in Lukes Armen. „Jeder Zeit zur Stelle, Madam“, lächelte er. „Du bist einfach umwerfend süß!“, murmelte Lucinda und stand auf. „Was reden die Turteltäubchen da?“, brüllte Kilian zu ihnen herüber. „Na warte dir werde ich es zeigen!“, rief Luke zurück. Wütend und belustigt zugleich stieg Lucinda hoch auf die Bühne, schnappte sich die E-Gitarre und begann zu spielen. Alle drehten sich zu ihr um. Sogar Luke vergaß Kilian eine zu Scheuern als er die schöne sanfte Stimme von Lucinda hörte. Ihr Lied klang ungefähr so (Melodie von „Der Mond ist aufgegangen“):

 

Der Traum des Herzens ist,

das wahre Ich zu finden,

Das große wahre ich.

Doch wenn ich dich dort sehe

und hier alleine stehe,

dann werde ich ganz klein.

Und denk an mein Wünsche,

der großen weiten Zukunft,

dann denke ich an dich!

Mein Traum wird immer stärker,

doch die Seele bleibt im Kerker,

Sie kommt nicht raus zu dir!

Davon sang sie noch ein paar Strophen. Lukes Augen wurden immer größer. Auch die anderen Jungen verfielen in einen Rausch. So bemerkten sie auch nicht wie Lucinda ihr Lied beendete. „Jetzt seid ihr dran!“, rief sie laut ins Mikrofon. Die Jungen zuckten erschrocken zusammen. „Das war das schönste Lied was ich je gehört habe“, murmelte Antonio Luke ins Ohr, „diese Lucinda hat es echt drauf. Ich habe mal einen Blick auf ihren Stundenplan geworfen. Sie macht beim Schwertkampf und Bogenschießen mit.“ „Echt???“, fragte Luke erschrocken. „Ja, frag sie doch.“ Luke trat zu Lucinda auf die Bühne. „Sag mal bei welchen Fächern machst du mit?“ Lucinda huschte ein Lächeln übers Gesicht. „Schwertkampf, Bogenschießen...“ „Was, du machst bei Schwertkampf und Bogenschießen mit?“ , fragte Rouven entgeistert. Lucinda nickte kurz. „... Heilkunde, Musik...“ „Ja, ja wir haben es verstanden! Kommt jetzt zeigen wir was wir können. Drei, zwei, eins...“ Das Licht ging auf einmal aus und Lucinda wurde von der Bühne gezogen. Dann erklang eine wunderschöne Stimme und das Licht fiel auf eine einzige Person: Luke. Lucinda starrte wie gebannt hoch zur Bühne. Langsam trat sie auf ihn zu. Sie stimmte mit in seinen Gesang ein. Gemeinsam endeten sie. Lucinda schaute immer noch in seine weichen schönen Augen. Schon fand sich Lucinda in Lukes Armen wieder. Langsam senkten sich seine Lippen auf die ihre. Lucinda vergaß zu denken. Sie vergaß alles um sich herum. Nur Luke vergaß sie nicht. Es fühlte sich richtig an, dass sie hier in seinen Armen lag. Lucinda schloss die Augen. Doch dann löste Luke sich auch schon wieder aus ihrer Umarmung und rief seinen Freunden zu: „Was glotzt ihr so? Habt ihr noch nie ein Mädchen gesehen?“ Kilian verkniff sich ein Lachen. „Doch schon. Aber das du mal ein Mädchen küsst??? Wirklich unfassbar!!!“ Die anderen nickten zustimmend. Nur Antonio blieb still. Traurig starrte er Lucinda an. Lucinda spürte seinen Blick und schaute zu ihm. Doch dieser hatte schnell seine Blickrichtung geändert. „Kommt geht jetzt in eure Schlafsäle. Morgen ist Lucindas erster Schultag, da muss sie ausgeschlafen sein!“, behauptete Luke. „Ok. Tschüss. Bis morgen!“ riefen die Jungen zum Abschied. Lucinda winkte ihnen nach. „Bis morgen!“ „Komm Lucy, gehen wir schlafen“, sagte Luke. „Ja ich komme gleich. Ich gehe mich nur schnell umziehen.“ Lucinda lief ins Bad und schloss hinter sich ab. Dann brach sie in Tränen aus. Warum musste das immer passieren? Warum hatte sie die Elfe damals mit diesem Fluch belegt? Immer musste sie Jungen das Herz brechen. Was wollte Antonio von ihr? Klar sie fand ihn süß doch...

Auf der anderen Seite war da auch noch Luke. Seine Ausstrahlung beruhigte Lucinda. In seiner Nähe fühlte sie sich sicher. Doch etwas beunruhigte sie auch. Mit diesem dunklem Gefühl ging sie ins Bett. Luke wollte noch etwas sagen, das spürte Lucinda. Doch sie wollte nicht mehr reden. „Gute Nacht“, murmelte er traurig.

 

 

3.Kapitel

Lucinda wurde durch ihren Wecker geweckt. Wo war sie? Ach ja! Sie war ja im Internat Weißdorn. Dann war das gestern also doch kein Traum gewesen. Aufgeregt schaute sie zur Seite. Doch da war kein Luke! Traurig ließ sich Lucinda wieder in ihr Kopfkissen fallen und schloss die Augen. Plötzlich trafen sie Wassertropfen mitten auf das Gesicht. „Na, na geschlafen wird jetzt nicht! Es ist zwanzig vor acht! In zwanzig Minuten gibt es Frühstück!“, flüsterte eine sanfte schöne Stimme. Erschrocken riss Lucinda die Augen auf. Über ihr sah sie Lukes Gesicht. Von seinen Haaren tropfte das Wasser und er roch nach Apfel. Anscheinend hatte er geduscht. Mit ihrem Shampoo! „Du Idiot! Wieso benutzt du mein Shampoo?“, schrie sie ihn lachend an. Luke grinste sie schief an. „Kommst du nun, oder nicht?“ Lucinda schlug die Decke zurück und ging zum Kleiderschrank. „Könntest du bitte raus gehen?“ Murrend verließ Luke das Zimmer. Lucinda zog diesmal ein enges dunkelblaues Kleid an. Sie schaute auf den Stundenplan und sie sah das sie heute nur Kunst, Mathematik und Deutsch hatten. Zu dem Kleid trug sie diesmal goldene Herzohrringe. „Ich liebe deinen Kleidergeschmack!“, murrte eine Stimme in ihr Ohr. Lucinda zuckte zusammen. Auch Luke hatte sich ungezogen (Was heißt umgezogen, vorher hatte er nur ein Handtuch um). Er trug eine dunkelblaue Jeans und ein gelbes Hemd. „Und ich den deinen“, hauchte Lucinda zurück. „Komm ich geleite dich zum Essenssaal, Madam.“ Kichernd ging Lucinda hinter ihrem Zimmerpartner her. Diesmal waren die Gänge gefüllt. Blicke hefteten sich auf die zwei neuen Freunde. Lucinda spürte die Blicke. Anscheinend war sie das neue Gespräch unter den Schülern. Plötzlich hörte sie eine vertraute Stimme: „Da sind ja die neuen Turteltäubchen.“ Lucinda drehte sich nach links. Und wirklich. Dort stand Kilian. Der große Junge von gestern. Neben ihm standen Airon und Rouven. Antonio konnte Lucinda nirgendwo sehen. „Wo ist Antonio?“, fragte sie. Luke lachte. „Wahrscheinlich ist er schon im Essenssaal. Er ist Frühaufsteher musst du wissen, im Gegensatz zu dir!“ Lucinda murrte: „Ich stehe sonst immer um elf Uhr auf.“ Rouven, Airon und Kilian gesellten sich zu ihnen. „Du stehst um elf auf? Mensch Luke da hast du wohl eine Langschläferin erwischt“, meinte Kilian. Lucinda fauchte: „Ja, dafür aber eine Nachtigall!“ Da musste ihr Kilian allerdings zustimmen. 'Luke hat schon komische Freunde', dachte Lucinda. Plötzlich hielten sie an. Lucinda wäre beinahe gegen Airon gerannt. „Mensch was bleibt ihr stehen?“, fragte sie genervt. Doch dann sah sie es. Sie standen vor einer großen bunten Tür. „Warum öffnen wir sei nicht einfach?“, hakte Lucinda nach. „Pst! Sei leise! Wir dürfen die Tür nicht öffnen. Erst wenn sie von alleine aufgeht dürfen wir rein“, flüsterte ihr Luke zu. „Und was passiert wenn man sie öffnet?“, wollte Lucinda wissen. „Charly sagte, Ben habe es mal versucht und danach hat er es nie wieder getan. Doch niemand weiß wieso. Vielleicht liegt auf der Tür ein Fluch... Wer wei

4. Kapitel

 

Lucinda musste das erst mal verdauen. Die ganzen neuen Regeln... Eines beschloss sie sofort. Niemals eine Tür öffnen (außer ihre Schlafsaaltür)! Endlich wurde die Tür geöffnet. Lucinda verschlug es den Atem. Die Halle war wie verzaubert (vielleicht ist sie es ja...)! Die vier Wände waren in rot, grün, gelb und blau gestrichen. Allerdings wurde so gezeichnet das man denkt, dass die blaue Wand ein Anfang zum Ozean ist. Die rote Wand loderte wie das Feuer. Grün bezeichnete eine Wiese mit fliegenden... Warte mal fliegenden Schmetterlingen? „Äh Luke...“ Luke grinste. „Na gefällt dir die Halle?“ Lucinda schluckte. „Ja schon nur... sind das echte Schmetterlinge?“ Airon prustete los. Anscheinend hatte er ihr Gespräch mit verfolgt. „Nein Süße! Die Wände wurden von Herr Skouló verzaubert.“ Lucinda atmete erleichtert auf. „Komm Lucy lass uns einen guten Platz suchen“, meinte Kilian. „Lass uns zu unserem Stammplatz. Schnell sonst ist er besetzt.“ Die jungen liefen los und Lucinda folgte ihren neuen Freunden. Der Stammplatz der Jungen war ein grober blaurot gestrichener Holztisch mit einer Länge von ca. drei Metern. „Wo ist denn jetzt Antonio?“ „Das ist eine wirklich gute Frage!“, meinte Luke. „Ist ja auch egal. Komm Lucy wir holen uns etwas zu futtern“, sagte Airon, schnappte ihre Hand und zog sie hinter sich her. Das Buffet war gefüllt mit allerlei komischer Speisen. Es gab kein normales Toast mit Marmelade aber es gab andere Dinge. Lucinda schaute in die große blaue Schüssel. Ihr zog sich der Magen zusammen. Fette kriechende gelbe Würmer schwammen in einer Art Pudding. „Äh... Airon was ist das???“, fragte Lucinda angeekelt. Airon, der sich gerade grünen Schlabber auf den Teller packte grinste zu ihr rüber. „Anscheinend hast du die Hausspezialität entdeckt. Das, Lucy ist Moorpudding mit Rindwürmern.“ Lucinda zog schnell den Kopf weg und ging würgend zum nächsten Topf. „was machst du dir eigentlich gerade auf den Teller?“ Airon grinste noch breiter. „Das sind eingelegte Libelleneier. Schmecken besser als man denkt. Probiere doch einfach mal.“ Lucinda schaute auf den grünen Schlabber. „Nee danke! Gibt es hier nicht etwas Normales?“ „Natürlich. Allerdings solltest du die exotischen Sachen auch kosten. Die schmecken gar nicht mal so schlecht.“ Lucinda drehte sich erschrocken nach rechts. Neben ihr stand ein Mädchen mit Schulter langen Haaren und schwarzem Top. „Hallo ich bin Lea. Schöne Ohrringe. Ich mag Mode total gerne! Aber zurück zum Essen. „Wenn du willst zeige ich dir hier etwas halbwegs Normales.“ Lucinda nickte dankbar und folgte dem neuem Mädchen. „Hier. Tut mir leid aber dort sind Gina und Johanna. Vielleicht sehen wir uns ja im Unterricht.“ Lucinda bedankte sich und schaute auf die Speisen die Lea ihr gezeigt hatte. Möhrensuppe mit Würmern und Rindfleisch. Lucinda beachtete die Würmer nicht und tat sich etwas davon auf. „Merkwürdiges Mittag!“, bemerkte Lucinda als sie sich zu den Jungen setzte. Luke hatte auch diese Libelleneier auf seinem Teller und noch irgend ein Brot. „Na, etwas essbares gefunden?“, feixte er. Lucinda streckte ihm die Zunge raus und machte sich über ihre Suppe her. Airon und Lea hatten recht. Die Würmer waren eigentlich ganz in Ordnung. Plötzlich ließ sich jemand neben sie fallen. „Huch...“ Lucinda rutschte erschrocken zur Seite. Antonio hatte sich neben sie nieder gelassen. „Wo warst du?“, fragte sie ihn. „Bei Frau Degon“, druckste er herum. „Und?“, hakte Kilian nach. „Sky kommt auf das Internat. Mum und Dad sind tot“, krächzte Antonio und eine Träne viel über seine Wange. Lucinda die sich als erste wieder gefasst hatte nahm Antonio in den Arm. „Pscht. Ganz ruhig. Wer ist denn überhaupt Sky?“, fragte Lucinda und wischte ihm eine Träne von der Wange. „Mein kleiner Bruder. Er hat Mum und Dad noch nicht einmal gekannt. Er hat immer bei Tante Isolda gewohnt und ist vier Jahre alt“, schluchzte Antonio. Luke sah seinen besten freund fassungslos an. „Toni, das tut mir so leid! Aber wir sollten jetzt zum Unterricht. Was habt ihr jetzt?“ „Kunst.“ „Mathe.“ „Kunst.“ „Englisch.“ „Kunst“, schniefte Antonio. „Ich habe auch Kunst. Lucinda, Airon, Antonio kommt ihr? Kilian, Rouven wir treffen uns zum Mittag“, sagte Luke und stand auf. Lucinda schluckte den letzten Wurm hinunter und folgte ihren neuen Freunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Kapitel

 

Lucinda staunte nicht schlecht als sie den Kunstraum betrat. Er war nicht wie die anderen Kunsträume (Nun ja was war hier denn schon normal?). Der Raum war visuell gestaltet. Also man hatte das Gefühl man würde im Weltall sein. „Wow! Da bin ich jetzt aber baff!“ Die Lehrerin stand vorne und beobachtete die Sterne. „Sind wir hier in einem Astronomieraum gelandet?“ Die kleine Lehrerin drehte sich um. „Nein. Die Schüler sind den Planeten zugeordnet. Bist du Lucinda Weißdorn?“ Lucinda nickte. „Gut wo soll ich dich reinstecken? Ich frag Karly. Ach übrigens ich heiße Frau Weihrauch.“ Lucinda sah die neue Lehrerin begeistert an.

Karly war ein großer grau Papagei der den Schülern sagte was sie zu tun hatten. Lucinda erkannte Lea wieder und winkte ihr zu. Lea erwiderte die Begrüßung. „Karly, in welche Gruppe sollen wir Lucinda reinstecken?“ Karly betrachte Lucinda eine Weile. Lucinda schaute zurück. Ihr war dieser Papagei nicht geheuer. „Viel Liebe steckt in ihr. Wir sollten sie zur Venusgruppe führen.“ Frau Weihrauch bedankte sich bei Karly und brachte Lucinda zur Venus. Diese lag nah an der Sonne (dem Lehrertisch). Lucinda sah begeistert, dass Lea und ihre Freunde in der Gruppe wahren.

Na? Habe ich nicht gesagt, dass wir uns bald wiedersehen?“, grinste sie ihr entgegen, „darf ich vorstellen? Gina, Johanna und Wanda.“ Lucinda betrachtete die Freunde. Gina hatte kurze blonde Haare, Johanna lange braune Haare und Reh-braune Augen. Wanda war ein kleines Mädchen mit kurzen Haaren. „Hallo, ich bin Lucinda und dahinten sind meine Freunde.“ Lucinda deutete auf die Jungen. „Die sind deine Freunde???“, fragte Johanna ungläubig. Lucinda sah sie verständnislos an. „Klar! Warum denn nicht?“ Die drei freunde schauten sich an und kicherten dann. „Weil die, die totalen Mädchenhasser sind“, antwortete Lea. Lucinda zog unwissend die Augenbrauen zusammen. „Nun ja... Sagen wir es mal so: Luke hat sich geschworen niemals mit einem Mädchen zusammen zu sein, eins zu küssen oder überhaupt etwas mit Mädchen zu tun zu haben.“

Lucinda kamen die Tränen. Dann war das gestern also alles nur ein Scherz? Lea war aufgefallen das Lucinda leise weinte. Doch leider verstand sie das total falsch. „Ja, ich kann dich verstehen. Luke ist ein süßer Junge! Doch er hält sich an seinen Schwur.“ Lucinda rief laut: „Nein, tut er nicht!“ Leider vergaß sie das sie nicht alleine waren, weshalb sie misstrauische Blicke von ihren neuen Mitschülern einkassierte. Luke hatte ihren Ruf gehört und eilte zu ihr. „Lucy was...“ „Lass mich in RUHE!!!“, rief Lucinda verzweifelt. „Ich werde doch nicht gehen wenn ich sehe das es dir nicht gut geht!“ Luke versuchte Lucinda in den Arm zu nehmen. Doch Lea hielt ihn zurück. „Siehst du nicht, dass sie nicht bei dir sein will? Du kannst aufhören so zu tun als würde sie dir etwas bedeuten.“ Luke schaute Lea hasserfüllt an. „ich wüsste nicht was dich das angeht!“, blaffte er. Jetzt mischte sich Johanna ein. „Ach, ich kann mich noch gut daran erinnern als du mit Lea zusammen warst nur um Trost zu finden weil Hannah dich verlassen hatte.“ Lucinda schaute auf. „D-du warst mit Lea zusammen?“, fragte sie. Luke konnte endlich sich endlich an Lea vorbei kämpfen und nahm Lucinda in den Arm. „Ja. Es tut mir leid. Hör nicht darauf was diese Mädchen sagen.“ „Oh doch! Lucinda hör mir mal bitte zu. Luke will nichts von dir. Er hat einen Schwur abgelegt und wenn er so etwas tut bricht er ihn niemals.“ Lucinda entzog sich Lukes Armen und Lea warf Luke einen triumphierenden Blick zu. Doch als sie hörte was Lucinda sagte setzte sie eine ungläubige Miene auf. „Luke, ich glaube du musst mir einiges erklären. Ich vertraue dir so weit das du mich diesmal nicht anlügst. Ich hoffe du missbrauchst mein Vertrauen nicht.“ Lucinda ging nach vorne zum Lehrertisch und fragte ob sie und Luke kurz raus gehen könnten um etwas zu besprechen. „Ja, ihr dürft. Wie ich sehe musst du mit ihm reden. Sonst kannst du gar nicht auf den Unterricht achten. Geht nur und nehmt euch so viel zeit wie ihr nur braucht.“ Lucinda winkte Luke zu sich. Als die beiden den Klassenraum verließen warfen ihnen Airon und Antonio fragende Blicke zu. Lucinda und Luke ließen sich auf den Stühlen vorm Raum nieder und Luke begann zu erzählen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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